Loafers: Der Schuh der Ivy League
Bequem und unglaublich einfach an- und auszuziehen: Nie könnte eine Bezeichnung für einen Schuh treffender sein, denn die deutsche Übersetzung von Loafer ist “Faulenzer”. Der Schlupfhalbschuh mit Absatz erfreut sich gerade jetzt höchster Beliebtheit und darf in den Frühlingsmonaten in keinem Schuhschrank fehlen – bei Frau und Mann.

Princeton 1960: Der Fotograf Teruyoshi Hayashadi veröffentlichte in seinem Buch “Take 8 Ivy” Fotografien des typischen College-Looks bei dem Loafers auf keinen Fall fehlen durften. © Fotos by ivy-style.com
Der kompfortable Unisex-Schuh war ursprünglich ein Herrenhalbschuh und erreichte 1950 eine rasante Verbreitung an den amerikanischen Universitäten. Loafers wurden im Handumdrehen zum Vorzeigeschuh der Ivy League. In dieser Zeit erhielt der Schuh auch die Namen “Pennyloafer”. Der Grund? Die Studenten steckten sich vor den großen Prüfungen einen Penny als Glücksbringer in den “Schlüpfer”, wie der Loafer in Österreich und der Schweiz genannt wird.


Noch lange nicht ausgeloafert: Ralph Lauren, Brooks Brothers, Yves Saint Laurent und Gucci setzen auf den klassischen Herrenschuh. © Fotos by ralphlauren.com, brooksbrothers.com und uniqueway.de
10 Jahre später versuchte auch das Modeland Italien den Loafer, neben dem Gelato berühmt zu machen, doch erst Gucci verschaffte dem Schlüpfschuh entgültig den Durchbruch. Viele angesehene Persönlichkeiten und Promis wurden im Schlüpfschuh mit der Original Gucci-Mini-Trense auf dem Rist gesichtet. So gelangten die Loafers zu allgemeiner Akzeptanz und Berühmtheit für Wohlstand und einen edlen Lifestyle.
Loafers und Indianer
Doch die ursprüngliche Erfindung der Loafers liegt einige Jahrzehnte zurück, als Golfhose und Lacoste-Hemd noch nicht als ihre treuesten Begleiter galten. Nämlich anfang des 19.Jahrhunderts in Amerika, wo sein Vorreiter, der Mokassin – ein flacher, loser meist mit farbigen Stachelschweinborsten bestickter und mit Lederfransen verzierter Schlüpfschuh – bei den nordamerikanischen Indianer-Völkern als typische Fußbekleidung seinen Anfang nahm.


Damals und heute: Mokassins zu Indianerzeiten und die sportlichere Variante heute. Bei beiden Modellen ist das butterweiche Leder erhalten geblieben. © Fotos by jadu.de und zalando.de
Als dann in den 1930er Jahren die Sohle der Mokassins dicker und die Form sportlicher wurde, entwickelte sich der Schlüpfschuh zum heutigen Loafer, wie wir ihn kennen und für seinen hohen Tragekomfort schätzen. Loafers entwickelten sich also aus dem Mokassin. Trotz seiner Verwandtschaft zählt der Mokassin jedoch nicht als Loafer, da er keinen Absatz hat!


Rebecca Minkoff und andere: Auch die Damenwelt freut sich über die bequemen Schlüpfschuhe mit hohem Stilfaktor – in allen Formen und Variationen erhältlich! © Fotos by style.com und zalando.de
Zunächst galt der Loafer als reiner Herrenschuh. Im Laufe der Jahre entdeckte jedoch auch das weibliche Geschlecht den Schlüpfschuh für sich und möchte ihn seitdem nicht mehr ausziehen. Loafers lassen sich aber auch, besonders in den warmen Jahreszeiten, so hervorragend zu verspielten Kleidchen und Caprihosen kombinieren…
Tags: 30er Jahre, Loafers, Mokassin, Schlüpfschuh