Charleston Mode

Die Charleston Mode ist ein mondäner Modestil der 20er Jahre, der nach einem damals sehr populären Modetanz, dem Charleston, benannt ist. Die Frauen zu jener Zeit trugen zumeist lockere Trägerkleider aus Jersey, die knapp über dem Knie endeten und mitunter reich verziert waren. Auf die Betonung der weiblichen Rundungen, insbesondere auf den Busen und die Taille, wurde kaum Wert gelegt, dafür durfte die Frau jedoch viel Bein und allgemein auch sehr viel Haut zeigen, denn die Ausschnitte der Abendkleider reichten nicht selten bis zur Taille, sowohl vorne als auch hinten.

Charleston Mode

Die als Bubikopf bezeichnete Kurzhaarfrisur sowie die damals modernen Endloszigaretten verliehen den Damen einen Hauch von frivoler Androgynität. Ein weiteres Merkmal der Charleston Mode ist die Vielzahl der Accessoires, die das glamouröse Erscheinungsbild der Dame komplettieren. So sind Federboas, Glitzerketten, mit Strasssteinen besetzte Stirnbänder und Handtaschen sowie reichlich verzierte Gürtel und Schleifen ein Muss im Rahmen der Vintage Mode im Charleston Stil. Die Herren hingegen waren in der Zeit der goldenen Zwanziger, als die Charleston Mode zur Blüte gelangte, weitaus weniger auffallend gekleidet.

Zu festlichen Anlässen trug der Herr in der Regel einen dunklen Smoking, in der Freizeit waren Knickerbocker und Schiebermützen modern. Als Vintage Mode wird der Charlestonstil auch heute noch bevorzugt bei Karnevalsveranstaltungen sehr häufig und gerne getragen.